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Mama allein zu Haus: eine Woche familienfrei

Puh, war das ein intensives halbes Jahr, das wir gerade durchgemacht haben! Mein kleiner Sohn ist vom Kleinkind zum Kindergartenkind gereift, mein Mann war viel geschäftlich unterwegs und ich mit der Jobsuche beschäftigt. Nun hatte ich endlich Zeit, mich von dem ganzen Trubel zu erholen und neue Kräfte zu sammeln, denn ich habe meine Familie in den Urlaub geschickt und selber ein paar freie Tage zu Hause genossen! Ok, ich hatte nicht die ganze Woche frei, weil ich noch ein paar Tage in die Arbeit ging, aber da ich nur bis 14.00 Uhr arbeitete, hatte ich trotzdem viel Zeit am Nachmittag für mich und meine Beschäftigungen.

Was habe ich so gemacht, wofür es bis jetzt keine Zeit oder keine Möglichkeit gab?

Ich bin endlich zur Kosmetikerin gegangen und habe mir eine herrliche Gesichtspflege gegönnt. Außerdem war ich wandern, sogar drei Mal im Kino, in einem Biergarten, im See baden, Shoppen, im Fahrradladen, auf der Post und in der Stadtbibliothek. Und ich traf mich mit vier verschiedenen Freundinnen! Damit ist meine To-do-Liste nach 6 familienfreien Tagen vollständig abgehakt 🙂

Ich hatte auch viel Zeit zum Nachdenken und dabei sind mir einige Dinge aufgefallen. Hier sind meine 7 wichtigsten Erkenntnisse für Euch aufgelistet.

7 Dinge, die einen Unterschied machen, wenn Du auf einmal als Mama single wirst

1Schlaf, Mama, schlaf

Der größte Unterschied meines vorrübergehenden Lebens ohne meine Kinder war die Qualität meines Schlafs! Ja, leider schlafen meine Kinder nicht jede Nacht durch: manchmal muss der eine oder der andere Sohn nachts auf die Toilette und ich muss ihnen dabei helfen. Oder sie träumen schlecht, reden im Schlaf und brauchen Mamas beruhigende Hand. Eigentlich schlaffe ich immer im Stand-by-Modus und höre mit einem Ohr, was im Kinderzimmer passiert…

Während diese Woche aber habe ich mich soooo gut erholt! Ich war nie müde, dafür aber voller Energie und gut gelaunt. Ratet mal, warum…

2 Frühstücken wie ein König

Nein, ich habe nicht sehr üppig gefrühstückt, aber dafür in Ruhe! Niemand hat sich wegen der Farbe seiner Müsli Schüssel beschwert, es gab keinen Streit und statt Kinderlieder oder Hörspiele, lief einfach das Radioprogramm. Keine Hektik und sogar Frühstück am Tisch!

Normalerweise schaffe ich es nicht, im Sitzen zu essen. Ich frühstücke während ich die Brotzeiten für den Kindergarten vorbereite. Deswegen habe ich diese ruhige Viertelstunden in der Früh sehr genossen!

3 Make me up before you go go

Auf einmal hatte ich auch sehr viel Zeit für die morgendliche Pflege: ein präzises Make-Up, abgerundet mit meinem Lieblings-Lippenstift, gebügelte Kleider, Handtasche passend zum Outlook und sogar ab und an High Heels!

Ganz das Gegenteil zu meinem täglichen Sport-Look, wenn ich normalerweise die Kinder noch vor der Arbeit mit dem Fahrradanhänger in die Kita bringe.

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4 em@il für dich

Nach dem morgendlichen Frühstücks-Ritual hatte ich immer noch viel Zeit übrig – ich checkte extra lange meine Emails, um nicht zu früh in der Arbeit anzukommen. Verrückt, oder?

5 Coffee to go

Normalerweise, wenn ich gegen 8:45 im Büro ankommen, das allererste was ich mir nach dem Ablegen meiner Tasche mache, ist eine große Tasse Kaffee (siehe Punkt 1.).

Während dieser “einsamen” Tage aber habe ich in der Früh nicht mal an den Kaffee gedacht! Erst nach dem Mittag, als der erste Energie Schwung vorbei war, machte ich mir einen Cappuccino. Ich, ein Kaffee-Junkie!

6 Dinner for one

Also das mit dem Kochen für eine Person ist nicht so meins… Ich hatte echt keine Lust, nur für mich etwas vorzubereiten! Es gab lediglich Pasta, Pizza oder Brotzeit. Deswegen habe ich die Spülmaschine über 1 Woche nicht vollbekommen! Sonst läuft sie ja täglich!

7 Die Sau rauslassen

Oh ja, folgende Sachen habe ich genossen: mal vor laufendem TV zu essen, Chips & Süßigkeiten zum Nachtisch unversteckt naschen, Radio am Nachmittag hören (sonst ist es mir zu Hause zu laut) und meine Kleider für ein paar Tage einfach rumliegen zu lassen 🙂 Mein unordentliches “Ich” hat sich darüber sehr gefreut!

Aber das wichtigste bei der ganzen Geschichte ist: ich habe diese Auszeit nur deswegen so genossen, weil ich wusste, dass sie nach ein paar Tagen vorbei ist! Dass alles bald wieder seine Ordnung hat und wir bald alle zusammen sein können. Ich habe es genossen, weil ich wusste, dass meine Kinder einen wunderbaren Urlaub mit ihrem Papa und ihren Großeltern verbringen und dass es ihnen sehr gut geht! Mir war’s einfach warm ums Herz, als ich täglich ihre Fotos über Whatsapp bekam und freute mich für sie. Ich habe sie aber nicht vermisst! Weil wenn man jemanden vermisst, ist man auch ein bisschen traurig und nostalgisch. Und ich war einfach sehr glücklich.

Glücklich über meine Familie, die mein Leben bunt, lustig und nicht langweilig macht. Glücklich über meine Familie, für die es sich “lohnt” frisch zu kochen und für die ich auch ohne MAC-Lippenstift den Tag beginnen kann. Glücklich über meine Familie, mit der jeder Tag ein richtiges Abenteuer ist!

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Obwohl, an das Durchschlafen könnte ich mich sehr schnell wieder gewöhnen 😉

By |Thursday, September 15, 2016|Categories: Was mich bewegt|Tags: |4 Comments

4 Comments

  1. Martina 15 September 2016 at 14:37 - Reply

    Das mit dem Durchschlafen kommt, wart´s ab!
    Ich hoffe, Du konntest in den paar Tagen auch Dinge wie Keller ausmisten, Kleiderschränke neu sortieren und sowas einfach links liegen lassen. Das nervt mich nämlich immer, wenn man schon mal frei hat, dann bitte auch richtig! Deswegen ist unser Keller immer noch nicht ausgemistet….
    LG
    Martina

  2. Mama geht online 18 September 2016 at 12:53 - Reply

    Hi Dominika
    Wenn ich mal eine familienfreie Woche hätte, würde ich bis in die Puppen aufbleiben und bis mittags schlafen (also wenn mein Schichtplan es zuließe). Denn nachts war ich schon immer am produktivsten und seit ich Mama bin, bin ich (leider) in dieser Hinsicht sehr vernünftig geworden und gehe bei Zeiten ins Bett, weil wir ja früh wieder raus müssen.
    LG Anke

    • Dominika From Munich with Love 18 September 2016 at 19:40 - Reply

      Oh ja, mir geht es oft auch so… Mal eine Nacht durcharbeiten, ganz wie früher… Mein Verstand schickt mich aber spätestens um 23.30 Uhr ins Bett 😉
      LG
      Dominika

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