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Mama Start-Up: Heidi Strigl, Gründerin von Kleidermarie.de

“Die Entscheidung den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen, hat der Familiensituation sehr gut getan” – sagt Heidi, die seit ein paar Monaten einen Online Shop betreibt. Und obwohl diese Arbeit nicht immer leicht ist, freut sich Heidi über diesen Entschluss, dank dem sie Familie und Beruf unter einen Hut bringen kann. 

Was steckt hinter ihrer Idee und wie die Organisation ihres Familienlebens ausschaut, erfahrt Ihr in diesem Interview.

1000 Dank liebe Heidi für Deinen Auftritt!

Stell Dich und Dein Business kurz vor.

Ich heiße Heidi, bin Mama zweier Mädels im Alter von neun und fünf Jahren. Ich wohne im wunderschönen Friedberg in der Nähe von Augsburg.

Meinen eigenen Onlineshop Kleidermarie.de habe ich im Frühjahr 2016 eröffnet. Der Name ist übrigens ein Wortspiel meines Namens Heidemarie.

Ich bin auf nachhaltig gefertigte Mädchenkleider und Mädchenröcke spezialisiert. Bei mir findest du eine feine Auswahl verschiedenster Marken ab Größe 98 bis hinauf zum Teenageralter. Bei den Röcken auch Eigenkreationen wie z. B. Wenderöcke aus Cord.

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Neben einem Onlineshop habe ich auch Kleiderpartys ins Leben gerufen. Ursprünglich als einmalige Aktion gedacht. Ich wollte wissen, was den Mamas und Kinder besonders gefällt und wie die Kleider ausfallen, welche Materialien gefallen. Mittlerweile sind Kleiderpartys ein fester Bestandteil bei Kleidermarie und ich veranstalte sie regelmäßig bei mir zuhause und auf Nachfrage komme ich auch zu interessierten Mamas.

Was hast Du vor der Kinderära beruflich gemacht?

Vor meinen Mädels war ich in einem großen Versandhandelshaus beschäftigt. Dort hatte ich viele verschieden Tätigkeiten in Vollzeit – von Projektmanagement über Einkauf bis hin zum Verkauf. Ursprünglich habe ich mal Betriebswirtschaft studiert.

Wie hat die Mutterschaft Deine berufliche Situation verändert?

Bei mir hat weniger die Mutterschaft als die freie Wirtschaft meine berufliche Situation verändert.

kleider-bei-kleidermarieNach der Geburt meiner ersten Tochter bin ich nach 1,5 Jahren wieder zurück in das Unternehmen – in Teilzeit. Sogar zeitweise in job-sharing zusammen mit einer anderen Mutter, das war super! Vorher hatten wir jahrelang schon im Team gearbeitet, also ein eingespieltes Team. Bereits da begann es der Firma schlechter zugehen, sodass mein Bereich mit anderen Bereichen zusammengelegt wurde. Nach der zweiten Tochter fand ich dann die Situation vor, dass kurz nach meiner Rückkehr das Unternehmen Insolvenz anmelden musste. Viele Leute wurden entlassen, ich war da nicht dabei. Nach 1,5 Jahren in einem insolventen Unternehmen hatte ich keine Hoffnung mehr, dass sich die Situation jemals entspannen würde. Wer jemals in einem insolventen Unternehmen gearbeitet hat, weiß, wovon ich rede. Und ich habe immer so gerne dort gearbeitet, das war auch emotional nicht leicht für mich.

Wie bist Du auf die Businessidee gekommen?

Die Idee trage ich schon ein paar Jahre mit mir rum. Als kleiderbegeistere Mädelsmama fand ich es im Internet zeitraubend und unpraktisch bei der Kleiderrecherche immer viele verschiedene Shops nach Kleidern im Sortiment durchsuchen zu müssen. Eine Plattform, die eine durchdachte Auswahl zusammenbringt war die Idee.

Also bin ich ins kalte Wasser gesprungen, habe gekündigt, mich arbeitslos gemeldet und bin unter die Existenzgründer gegangen. Den ursprünglichen Gedanken, meine Idee parallel aufzubauen habe ich verworfen und habe mich sozusagen Vollzeit auf meinen Traum gestürzt.

Bist du mit Deiner jetzigen Familien- und Berufssituation zufrieden?

Ich bin sehr froh, dass ich mich für diesen Weg entschieden habe. Obwohl ich jetzt mehr arbeite, denn die Partys finden überwiegend am Wochenende statt. Ich muss mich wohl noch besser organisieren und mehr Arbeiten auslagern, damit mein Arbeitspensum wieder weniger wird. Jaja, die Sache mit der Selbstdisziplin… Der Familiensituation hat die Entscheidung in die Selbständigkeit sehr gut getan.

Wie sieht dein Alltag aus?

Vormittags bis ca. 14 Uhr habe ich Zeit für meine Aufgabe für Kleidermarie oder Haushalt. Wenn die Kinder nachmittags zuhause sind, kümmere ich mich um sie, oft sind auch Freunde zu Besuch. Im Freundeskreis helfen wir uns gegenseitig, wenn jemand mal länger arbeiten muss und Kinderbetreuung braucht. Abends wenn die Kinder im Bett sind habe ich nochmal Gelegenheit zu arbeiten. An den Wochenenden, an denen Kleiderpartys sind, hilft auch mal mein Mann bei der Kinderbetreuung oder die Oma.

Gibt es ein Erfolgsrezept? Hast Du Tipps für Mamis, die sich überlegen, selbstständig zu werden?

kleider-bei-kleidermarieEin pauschales Erfolgsrezept habe ich noch nicht gefunden 🙂

Bei mir brauchte es einen Anstoß von außen um meine Ideen auszuprobieren. Und ich bin dankbar darum. Manchmal muss man sich einfach nur trauen. Allein die Tatsache, dass man versucht seinen Traum zu realisieren ist eine wichtige Erfahrung im Leben.

Egal ob angestellt oder selbstständig: Man braucht einen Notfallplan B und C, wenn die Kinder krank sind und von Krippe, Kindergarten oder Schule zuhause sind. Vor allem, wenn man wie wir Eltern nicht vor Ort hat. Arztbesuche oder auch mal der eigene Sport am Vormittag lassen sich als Selbständige definitiv besser organisieren. Die Organisation des Familienlebens finde ich seit meiner Selbständigkeit einfacher.

Was sind Deine beruflichen Pläne?

Es gibt noch so viel zu tun! Ich bin ja immer noch eine woman-show und muss planen welche Arbeiten ich wie erledigen oder auslagern kann. Ich möchte die Auswahl meiner Kleider erweitern, den shop weiterentwickeln und natürlich an meinem Bekanntheitsgrad arbeiten. Es wäre fein, wenn jede Mädelsmama überlegen würde: Lass mich mal auf Kleidermarie.de gucken, was es so Neues gibt!

Eins ist sicher: die Arbeit geht mir nicht aus 🙂

Mehr Info:

kleider-bei-kleidermarieBei Kleidermarie.de spielt in erster Linie das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle und das spiegelt sich natürlich auch in der Auswahl der Kleider hinsichtlich Qualität und Materialien wider. Gerne wähle ich Labels die in Europa oder am liebsten noch näher ihre Kleidung fertigen. Am liebsten ist es mir, wenn zusätzlich auch noch ein Sozialprojekt dahinter steckt. Auch die Optik spielt natürlich eine große Rolle. Kindermode darf für mich bunt und fröhlich sein und keine zu klein gewordene Erwachsenenmode. Was aber natürlich nicht heißt, dass die großen Mädels keine bunten Farben tragen dürfen. All das vereinen die skandinavischen Labels meiner Meinung nach recht gut.

Mit meinem Shop habe ich mir zum Ziel gemacht eine ansprechende Auswahl an Kleidern und Röcken für meine Mädels zu haben. Ich suche überall nach der perfekten Kombi aus Funktionalität und Material. Manchmal finde ich sie auf Messen, Märkten oder im Internet. Aber auch in Gesprächen mit meinen Freundinnen. Toll finde ich zum Beispiel Wendekleider, Wenderöcke und Mitwachskleider. Aber auch einfarbige Kleider, wie bei Elli Wunderstücke, sind sehr funktionell. Mein Sortiment wird Frühlings-, Sommer-, Winter- und Ganzjahreskleider oder auch z. B. Jeanskleider umfassen. Meine Suche ist noch lange nicht abgeschlossen. Lasst euch überraschen! Und was ich nicht finden kann, das wird unter dem Label Kleidermarie selbst kreiert.

Heidi Strigl
Heidi StriglGründerin von Kleidermarie.de

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By |Monday, October 10, 2016|Categories: Mama Start-Up|Tags: , , |0 Comments

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