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Mama Start-Up: Natascha Hoffner, Gründerin und Geschäftsführerin von messe.rocks

Natascha rockt! Und zwar nicht nur als Power-Mama, sondern auch als Geschäftsführerin ihres Unternehmens “Messe.rocks”! Sie hat in ihrem beruflichen Leben für verschiedene Firmen in der Messebranche gearbeitet. Nun hat sie ihre eigene Firma gegründet und organisiert eine Karierremesse für Frauen. Eine tolle Gelegenheit für Absolventinnen, Frauen in Fach- und Führungspositionen und Existenzgründerinnen, die sich beruflich neu orientieren und vernetzen möchten oder einfach auf der Suche nach einer neuen professionellen Herausforderung sind.

Warum Natascha aus Mannheim nach München zog und wie sie die bayerischen Frauen zum Rocken bringen möchte, erzählt sie uns in diesem ausführlichen und interessanten Interview.

Vielen Dank liebe Natascha und wir sehen uns im Oktober bei herCAREER!

Stell Dich und Dein Business kurz vor.

Ich bin in der der Pfalz geboren und habe die letzten 15 Jahren in Mannheim gelebt und gearbeitet. Seit nicht ganz einem Jahr bin ich jetzt im Münchner Osten zu Hause, wo auch meine Familie, also mein Mann Michael und meine zwei Kids wohnen. Emma ist 9 Monate und Max 2 Jahre alt.

Ein Jahr lang bin ich zwischen München und Mannheim gependelt. Das waren pro Fahrtstrecke rund 400 km. Mit Max und der Unterstützung meines Mannes war es mir noch möglich, meinem Job in Mannheim weiter nachzukommen. Mit zwei Kindern allerdings war die viele Fahrerei nicht mehr machbar, und deshalb war es für mich die logische Konsequenz, hier endgültig sesshaft zu werden.

Bis Ende des vergangenen Jahres war ich also noch Geschäftsführerin einer Messegesellschaft, die zuletzt Teil der Deutsche Messe AG, Hannover, war. Für dieses Unternehmen war ich insgesamt knapp 15 Jahre tätig. Dort habe ich das „Messemachen“ von der Pike auf gelernt und natürlich auch, wie man ein Unternehmen aufbaut und führt.

Da ich also selbst schon mal ein Teil eines Start-ups war, hat mich die eigene Unternehmensgründung überhaupt nicht abgeschreckt.

Mit meinem Business möchte ich aktuell eine Karrieremesse für Frauen aufbauen und etablieren. Inhaltlich geht es dabei um den Berufseinstieg, ebenso um den Aufstieg und Wiedereinstieg von Frauen und natürlich die Gründerinnen. Bei der Messe werden sich Arbeitgeber präsentieren, die sich vor Ort expliziert an die Zielgruppe Frauen wenden, auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung. Vorgestellt werden auch Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, dem Begriff lebenslanges Lernen soll Rechnung getragen werden mit Angeboten zur Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung und natürlich die Angebote für Existenzgründerinnen. Eine solche Messe, die all das bietet, gibt es bislang nicht in Deutschland. Das macht die Messe in ihrer Form einzigartig und mein Business sehr herausfordernd.

Meine Kinder waren im Grunde genommen der Anlass für meine Selbstständigkeit. Ohne sie wäre ich den Schritt wahrscheinlich nicht so schnell gegangen. Ich bin zwar durch und durch Unternehmerin, aber sind wir mal ehrlich, jeden Monat sein festes Gehalt auf dem Konto zu haben – das bietet schon eine gewisse Komfortzone…

Das erste Kind war nicht geplant, und die Vorstellung, dass ich einmal Mutter sein könnte, war noch nicht einmal angedacht. Während bei vielen Müttern wahrscheinlich erst einmal ein Freudenfeuer austritt, wenn sie von der Schwangerschaft erfahren, tat sich vor mir eine große Ungewissheit auf. Bis dahin war in meinem Leben alles auf Karriere ausgerichtet. Schließlich hat man nicht so viel und hart gearbeitet, um sich dann aus der Stellung zu verabschieden, die man sich durch Leistung hart erarbeitet hat.

Und da muss ich Sheryl Sandberg recht geben: Die Partnerwahl ist für die eigene Karriere ein entscheidender Faktor. Mein Mann hat mir ermöglicht, mich mit einem Kind weiterhin voll auf die Arbeit konzentrieren zu können, und hat mir den Rücken freigehalten.

Und dann kam Emma… Es war mir und meinem Mann wichtig, dass Max kein Einzelkind bleibt. Wir sind beide selbst mit vielen weiteren Geschwistern groß geworden und ich liebe meine Geschwister und meine Familie. Daher war früh klar, da muss noch ein kleines Wesen folgen. Das war natürlich nicht ganz uneigennützig, denn Max und Emma sollten sich frühzeitig auch schon miteinander beschäftigen können. Wer weiß, vielleicht bekommen wir ja irgendwann noch weiteren Nachwuchs. Wenn nur nicht das Kinderkriegen und die Schwangerschaft wäre, aber das ist ein anderes Kapitel.

Was hast Du vor der Kinderära beruflich gemacht?

Eigentlich habe ich außer Messen nicht viel anderes gemacht. Innerhalb der Messebranche sagt man auch, wenn man Gefallen an dem gefunden hat, was man macht, dann will man gar nichts anderes mehr machen. Und so ist das auch bei mir. Dieser Beruf ist zwar anstrengend, aber derart abwechslungsreich, dass es mir nie langweilig war.

Ich bin recht stolz darauf, was ich in den vergangenen 15 Jahren alles lernen durfte und erreicht habe. Man kann sicherlich sagen, dass ich in den vergangenen 15 Jahren über 100 Messen gemacht bzw. begleitet habe. Ich bin aber auch meinem damaligen Vorgesetzten, also dem Gründer des Unternehmens, bei dem ich so lange beschäftigt war, sehr dankbar. Er ist auch heute noch ein wichtiger Sparringspartner für mich. Er hat mich stets gefordert und gefördert.

Zusammen mit meinem letzten Arbeitgeber habe ich von Null die Leitmessen für Personalmanagement in Europa aufgebaut, darunter unter anderem die Messe Zukunft Personal in Köln und andere Messen an weiteren Standorten in Deutschland und im Ausland. Ich kann in jedem Fall für mich sagen, dass ein guter Mentor ein wichtiges Erfolgskriterium ist.

Wie hat die Mutterschaft Deine berufliche Situation verändert?

Im Grunde hat meine Mutterschaft alles verändert – zumindest was den Gesellschafterstatus betrifft. Aber auch das hat mich ehrlich gesagt nicht abgeschreckt oder verunsichert. Wenn man das, was man tut, aus Leidenschaft macht, und es sich richtig anfühlt, dann hat man bis dahin schon einmal alles richtig gemacht.

Im Übrigen freue ich mich, meine Kids jetzt auch täglich zu sehen und bei meiner Familie zu sein.

Wie bist Du auf die Businessidee gekommen?

Im Grunde habe ich mich ja in dem Bereich selbstständig gemacht, in dem ich bereits seit 15 Jahren tätig war. Das war einfach naheliegend, daran anzuknüpfen. Und was die Messe selbst betrifft, waren die aktuellen Diskussionen rund um das Thema Frauenquote, Frauen in Führung, demografische Entwicklung und die Erwerbstätigkeit von Frauen für mich der Anlass, diese Messe ins Leben zu rufen. Es gibt so viele tolle Arbeitgeber, die sich für Frauen und ihr Fortkommen einsetzen, dass es mir ein Anliegen ist, dieses Engagement sichtbar zu machen. Das Ganze habe ich dann ergänzt um die Bereiche „Weiterbildung”, „Vereinbarkeit von Familie und Beruf” und „Existenzgründung“. Wir wollen die Frauen dort abholen, wo sie gerade stehen, und ihnen dafür eine Messe bieten. Wie bereits gesagt, macht das diese Messe über die süddeutschen Grenzen hinweg einzigartig.

Bist du mit Deiner jetzigen Familien- und Berufssituation zufrieden?

Ich bin sehr zufrieden. Es war definitiv die richtige Entscheidung, sich selbstständig zu machen. Ich freue mich richtig darauf und auf die vielen tollen Gespräche mit Kunden und Partnern und die vielen neuen Herausforderungen. Natürlich ist es eine wahnsinnige Aufgabe, alles unter einen Hut zu bekommen: Job, Mann, Kinder, Haushalt und was sonst noch so alles ansteht. Das Kochen hat zwischenzeitlich mein Mann übernommen – der macht das eh’ viel besser. Mein Mann hat nun schon zweimal längere Elternzeiten genommen und hat sich um die Kids gekümmert. Nach 9 Monaten Elternzeit wird er nun aber auch wieder in Vollzeit in den Job zurückkehren. Wir haben uns deshalb auch gerade dazu entschlossen, uns ein wenig zu entlasten, und ein Au-pair-Mädchen zu uns eingeladen. Das scheint sich als gute Entscheidung zu bestätigen.

Wie sieht Dein Alltag aus?

Wir beginnen den Tag damit, die Kids gemeinsam fertig zu machen und in die Krippe zu bringen – derzeit zumindest noch ein Kind. Und dann schalte ich ziemlich schnell in den Business-Modus um. Derzeit arbeite ich noch von zu Hause aus, aber das soll sich schon bald ändern – da bereits weitere Stellen ausgeschrieben sind.

Gibt es ein Erfolgsrezept? Hast Du Tipps für Mamis, die sich überlegen, selbstständig zu werden?

Ich bin grundsätzlich ein Fan von „machen, loslegen und loslaufen“. Ja, zugegeben, man fällt dabei schon mal auf die Nase. Aber wie heißt es dann so schön: „Aufstehen, Krone richten, weitermachen.“ In der Realität ist das nicht immer einfach und es gibt auch Rückschritte. Aber letztlich bringt dich auch das einen Schritt weiter.

Was sind Deine beruflichen Pläne?

Durch den Rückhalt meines Mannes bin ich tatsächlich in der glücklichen Lage, dass ich weiter an meinen beruflichen Zielen arbeiten kann. Zunächst einmal möchte ich die Karrieremesse für Frauen erfolgreich etablieren, die eine wichtige und gute Anlaufstelle für karriereinteressierte Frauen sein soll, egal ob im Angestelltenverhältnis oder auf dem Weg in die Selbstständigkeit.

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herCAREER , 13.-14.10.2015, München

Die Karrieremesse für Absolventinnen, Frauen in Fach- und Führungspositionen und Existenzgründerinnen findet im Münchner MTC (word of fashion) statt.
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Natascha Hoffner
Natascha HoffnerGründerin und Geschäftsführerin von messe.rocks

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By |Monday, July 20, 2015|Categories: Mama Start-Up|Tags: , , |0 Comments

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