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Mama Start-Up: Dorothee Dahinden und Claudia Engel, Gründerinnen von MutterKutter und Küstenköpfe GbR

“Lieber ausprobieren und unperfekt starten als perfekt zu warten!” – so spornen Doro und Claudia Gleichsinnige an, die vor kurz dem Schritt in die Selbstständigkeit stehen. Mit ihren zwei gemeinsamen Marken kombinieren sie Wort und Bild, um schöne Geschichten und spannende Idee zu entwickeln.

Außerdem lieben sie das Meer!

Vielen Dank für Euer Interview 🙂

Stellt Euch und Euer Business kurz vor.

Hi, wir sind Claudia und Doro. Wir leben mit unseren Kindern in und um Kiel. Doro hat eine Tochter, Claudia einen Sohn (beide 1,5 Jahre alt) und Claudia ist erneut schwanger. In der Elternzeit wurde uns klar: Wir möchten nicht “nur” Mamas sein – wir möchten auch was für unseren Geist tun, genauer: Wir wollten wieder schreiben. Deshalb haben wir vor gut einem Jahr das Online-Magazin Mutterkutter gestartet. Wir portraitieren und interviewen dort andere Mamas und schreiben rund um das Thema “Glück im Alltag”.

Außerdem haben wir vor wenigen Monaten unsere Firma Küstenköpfe gegründet. Wir designen anderen Leuten ihren Auftritt mit Texten, Fotos und Filmen. Claudia gibt dazu inzwischen regelmäßig Workshops rund um das Thema “Glück”. Außerdem stehen unsere ersten Weihnachtsfotoshootings mit Kindern vor der Tür. Und im Dezember dürfen wir unser erstes Medienseminar an der Kieler Uni geben. Ehrlich: Manchmal können wir selber nicht glauben, was wir plötzlich beruflich alles tun (dürfen).

Was habt Ihr vor der Kinderära beruflich gemacht?

Wir haben für das Fernsehen gearbeitet. Claudia hat als Redakteurin zuerst für RTL in München und Köln, dann beim NDR in Kiel gearbeitet. Doro war die letzten Jahre von Kiel aus für RTL “Explosiv” und “Punkt 12” als Reporterin unterwegs – vor und hinter der Kamera. Wir waren viel unterwegs. Im In- und Ausland. Wir durften viel erleben und viele verschiedene Menschen kennen lernen (vom Wirtschaftsboss bis hin zum feiernden Isländer). Ein toller Job, der uns beiden viel Spaß gemacht hat, nur: Lange Arbeitszeiten und Stress gehörten oft zu unseren Leben dazu.

Wie hat die Mutterschaft Eure berufliche Situation verändert?

Das Mamasein hat uns entschleunigt. Uns wurde klar: Wir möchten so nicht weitermachen. Zum Beispiel gehörte bei mir, Doro, tagelanges Reisen oft dazu. Das konnte ich mir plötzlich nicht mehr vorstellen. Wir beide wollten mehr Ruhe, weniger Stress und vor allem etwas, was uns als Mamas voll erfüllt. Wir wollten einfach unser Ding machen, etwas Sinnvolles. Wir wollten auch gerne was zurückgeben und jeden Tag echt Spaß haben mit dem, was wir tun. Und das haben wir nun auch.

Wie seid Ihr auf die Businessidee gekommen?

Wir saßen bei einer guten Bekannten und späteren Kundin, die tolle Flyer und eine neue Homepage haben wollte. Plötzlich kam spontan diese Idee. Wir haben uns kurz draußen beraten und dann einfach zu ihr gesagt: Du, wir machen dir das. Wir wussten, wir können texten, auch Fotos machen uns wahnsinnig viel Spaß und in die Technik hatten wir uns für unsere eigene Homepage eingearbeitet – warum also nicht? Das war echt eine Sekundenentscheidung und dann gab es kein Zurück mehr.

mutterkutter

Seid Ihr mit Eurer jetzigen Familien- und Berufssituation zufrieden?

Mehr als das. Wir sind glücklich. Wir können von Zuhause aus arbeiten, uns die Zeiten frei einteilen. Das ist toll, wenn die Kinder mal krank sind. Wir haben beide das Gefühl, dass mit der Art und Weise, wie wir jetzt arbeiten, Familie und Beruf viel besser zu vereinen sind. Und wir freuen uns auf all das, was noch kommt – in der Familie und im Job.

Wie sieht Euer Alltag aus?

Wir bringen unsere Kinder morgens in die Kita und arbeiten dann. Entweder jeder von Zuhause aus oder wir treffen uns in einem Café mit Wlan, um Kundenprojekte anzuschieben. Vormittags sind wir voll im Business. Wir texten, designen Homepages, bearbeiten Fotos und kümmern uns um all den Bürokram drumherum. Der Nachmittag gehört dann voll und ganz unseren Kindern. Dann lesen wir, gehen auf Spielplätze, spazieren durch den Wald oder gehen ins Tiergehege. Wir lassen uns nachmittags mehr oder weniger treiben.

Gibt es ein Erfolgsrezept? Habt Ihr Tipps für Mamis, die sich überlegen, selbstständig zu werden?

Traut euch. Zweifelt nicht zu sehr. Auch wenn das ganz einfach gesagt ist. Wenn ihr den tiefen Wunsch habt, etwas zu verändern – dann dürft ihr das auch tun. Fangt an, bevor ihr perfekt seid. Macht es einfach. Wir haben eher durch Zufall angefangen und uns in alles reingearbeitet. Man darf das nicht totdenken. Lieber ausprobieren und unperfekt starten als perfekt zu warten! Sprecht mit Gleichgesinnten über eure Idee und Zweifel, das hilft ungemein. Macht euch nicht zu viel Druck, schließlich soll der Job Spaß machen. Und fangt an, wenn ihr das nicht sowieso schon macht, zu netzwerken. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass vor allem wir Frauen untereinander stark sind und uns gegenseitig helfen.

Was sind Eure beruflichen Pläne?

Wir möchten den Bereich Coachings ausbauen. Für Anfang des kommenden Jahres planen wir einen Workshop rund um das Thema “Selbstbewusstsein stärken”. Wir möchten regelmäßig Fotoshootings anbieten und in Zukunft auch kleine Filme für unseren MutterKutter produzieren. Ehrlich gesagt haben wir ständig neue Ideen. Mal gucken, welche wir davon in die Tat umsetzen dürfen.

Dorothea Dahinden und Claudia Engel
Dorothea Dahinden und Claudia EngelGründerinnen von MutterKutter und der Küstenköpfe GbR
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By |Monday, October 31, 2016|Categories: Mama Start-Up|Tags: , , |0 Comments

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